8/02/2017

Eine Zahl: 1023

Nein, das sind nicht die Endziffern der diesjährigen Weihnachtslotterie. Es ist die Anzahl der Tiere, die in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bei Scooby eingetroffen sind.
UND WAS MACHEN WIR JETZT? Wer hilft uns, sicherzustellen, dass alle 862 gerettete Hunde und 161 gerettete Katzen das bekommen, was sie brauchen?
Wir sind erleichtert, dass all diese Tiere, die wir von den Straßen unserer Städte und Dörfer retten, nicht in einer Tötungsstation enden, wo sie keinerlei tierärztliche Versorgung bekommen, gerade mal genug zu Fressen haben, um zu überleben, und eingeschläfert werden, wenn sie nicht vor Ablauf der festgesetzten Frist adoptiert werden.
Es lässt uns ruhiger schlafen, dass der Hund oder die Katze, die Jemand auf der Straße gefunden hat und nicht bei sich aufnehmen kann, in einem Tierheim unterkommt, wo er oder sie gut versorgt ist. Wo Wunden geheilt werden, wo operiert wird, damit das Tier wieder laufen kann und alles dafür getan wird, das Leben des Tieres zu retten.
Es ist beruhigend zu wissen, dass es dort freiwillige Helfer gibt, die die Tiere streicheln, sie mit Leckerchen versorgen und alles versuchen, um den Aufenthalt im Tierheim so angenehm wie möglich für sie zu gestalten.
Aber vor allem sind wir glücklich darüber, dass die Tiere ihr ganzes Leben bei uns verbringen können, sollten sie nicht adoptiert werden.

Viele von euch werden wahrscheinlich denken, dass wir genug Geld von staatlicher und städtischer Seite bekommen, dass wir Verträge haben, die uns verpflichten, Tiere aufzunehmen und dafür Geld bekommen, also auf keine andere Art von Geldzuwendung angewiesen sind. Aber in Wahrheit sieht es so aus, dass die offiziellen Gelder nur einen Bruchteil der Kosten abdecken, die wir hier monatlich haben.
Angestellte müssen bezahlt werden (sie sind unverzichtbar, wollen wir auch weiterhin große Zahlen von Tieren zu bestmöglichen Bedingungen versorgen). Hunde und Katzen müssen täglich gefüttert werden, die Tierärzte müssen bezahlt werden (sie untersuchen, behandeln, kastrieren, chippen und impfen jeden Hund, der zu uns ins Tierheim kommt). Behandlungen, Spezial-Untersuchungen bei kranken Tieren und Operationen z.B. nach einem Unfall müssen auch bezahlt werden. Dann kommen noch ca. 200 andere Tiere auf unserem angeschlossenen Gnadenhof hinzu, die durch Spezialisten betreut werden (Pferde, Esel, Ziegen Schafe, Schweine und Hühner). Nicht zu vergessen die laufenden Kosten für Strom, Wasser, Steuern, Versicherungen, Benzin und Instandhaltung unserer Fahrzeuge...

Zu helfen, diese wunderbaren Tiere zu retten, ist sehr lohnenswert für uns. Aber damit wir damit weitermachen können, vor allem mit dem Anspruch an Pflege und Ansprache, den sie verdient haben, BRAUCHEN WIR EURE HILFE. Traurig, aber wahr: Wir haben jeden Monat ca 170 Neuankömmlinge bei Scooby. Wir schaffen das nicht alleine. Wir brauchen euch: Bitte spendet so viel ihr könnt, damit unser Projekt weiter gelingen kann.


7/23/2017

Wir suchen dringend ein Zuhause – Collin & Farrell



Collin und Farrell sind zwei sehr ängstliche Hunde. Wir konnten sie mit viel Geduld in einem kleinen Dorf in der Nähe von Zamora einfangen. Nun befinden sie sich in Sicherheit, aber wir wissen, dass ein Tierheim nicht der richtige Ort für traumatisierte Hunde ist. Collin und Farrell können sich in Scooby nicht weiterentwickeln, da es hier sehr viele Hunde gibt und ihnen die ganzen Geräusche Angst machen. Wir tun zwar alles, was wir können, aber sie müssen schnell in eine ruhige Umgebung, in der sie wieder Vertrauen fassen können. Sie benötigen dringend ein Zuhause! Dort können sie sich  entspannen und lernen, Menschen zu Vertrauen und das Leben zu genießen. Bitte unterstützt Collin und Farell bei ihrem Start in ein neues Leben. Sie würden sich ebenfalls über eine Pflegestelle freuen.
Video von Collin und Farrell:









7/02/2017

Scoobys harte Arbeit angesichts des immer größer werdenden Straßenhundproblems in Spanien

In den ersten vier Monaten dieses Jahres haben wir 636 Hunde gerettet - nicht alle kamen zu uns in das Tierheim in Medina del Campo, aber die meisten davon.
Hier in Spanien werden Straßenhunde auf verschiedene Arten aufgegriffen - entweder durch die städtischen Tierheime, wie z.B. in großen Städten wie Madrid, aber meistens sind es private Organisationen, die sich um die Streuner kümmern. Es können Tierschutzorganisationen sein wie wir oder irgendwelche anderen Organisationen. Bei den "anderen" handelt es sich meist um Privatunternehmen, deren einziges Ziel es ist, Geld zu machen. Um Tierwohl geht es dort jedenfalls nicht, sondern darum, die Arbeit so kostengünstig wie möglich zu halten, um den maximalen Profit rauszuschlagen. Die Hunde bekommen kein richtiges Futter, sie werden nicht versorgt, sie haben keine medizinische Versorgung und werden nach 21 Tagen euthanasiert. 
Wir, die Mitarbeiter von Scooby, haben von Anfang an gesagt, dass wir so viele da raus holen wie irgend möglich, aber gleichzeitig können wir nicht alle Tötungsstationen anfahren, denn die Situation muss für uns noch zu bewältigen sein.
Das alles bedeutet viel Papierkram (die Bürokratie scheint eher mehr zu werden...) und viel Fahrerei, um die Streuner aufzusammeln, die ja nicht immer leicht einzufangen sind. 
Was wir durch die Adoptionsverträge einnehmen hilft natürlich, aber letztlich kommt dadurch nur ein Drittel unseres jährlichen Budgets zusammen.
Warum erkläre ich euch das? Damit ihr eine Vorstellung habt, was hier los ist und womit wir jeden Tag konfrontiert sind: Vier bis fünf neue Hunde täglich und das 365 Tage im Jahr. Hunde unterschiedlichster Couleur. Wir selektieren nicht. Wir retten alle Hunde, nicht nur die Schönsten und Süssesten, die leicht zu vermitteln sind. Wir nehmen jeden Hund auf, der in Not ist. Auch neugeborene Welpen, die wir auf den Straßen der Städte oder auf dem Land finden.
Wir haben hier Hunde, die einen Menschen getötet haben, die von unverantwortlichen und gestörten Haltern kommen, "Kampfhunde", trächtige Hündinnen, aber in der Mehrzahl natürlich entzückende Hunde, die einfach auf eine zweite Chance im Leben warten. Unser Hauptziel war immer, ihnen zu helfen. Und wir haben immer ganz klar gesagt, dass ein Zwinger oder kleiner eingezäunter Bereich kein würdiges Leben darstellt, weder für Menschen noch für Tiere. Es ist zwar ein goldener Käfig, aber immer noch ein Käfig. Deswegen sind wir der Meinung, dass ein Leben unter solchen Bedingungen kein Leben ist und es besser für das Tier ist, wenn getötet wird und dann seinen Frieden hat.
Das ist genau der kritische Punkt, der kontrovers diskutiert wird: Unsere Einstellung zur Euthanasie im Tierheim. Wir glauben, dass Euthanasie zum Tierschutz dazu gehört. Wir töten Hunde, die aggressiv gegenüber Menschen auftreten oder aggressiv gegen andere Hunde sind. Wenn eine trächtige Hündin zu Scooby kommt, wird sie sterilisiert und ihre Embryonen werden abgetrieben. All das ist nicht schön, aber wir müssen realistisch sein: Nochmal 6-8 Hunde, die ein Zuhause suchen neben all den Hunden, die schon hier sind, macht es nur schwerer. Und all die, die nicht vermittelt werden können, leben dann in Zwingern und kleinen Parzellen. Das ist kein Leben. Wir haben so viele Hunde gesehen, die verrückt geworden sind in Gefangenschaft solcher Zwinger, dass wir das nicht für unsere Hunde wollen.
Wir sehen natürlich ein, dass die Haltung umstritten ist und nicht jeder damit einverstanden ist. Jedoch sind wir der Meinung, dass dies die beste Lösung ist und dem Wohle des Tieres dient. Jeder Mitarbeiter und freiwillige Helfer wird über unsere Politik informiert, bevor er oder sie zu Scooby kommt. Uns ist klar, dass wir durch unsere Haltung potentielle Hilfe, Spenden und Menschen, die durch ihr Engagement das Leben für Tiere in Spanien verbessern könnten, verlieren. Aber dann ist es eben so. Wir müssen an die Hunde denken und alles in einem größeren Zusammenhang sehen. Wir sind allen Helfern, die unsere Einstellung verstehen und respektieren, dankbar, dass sie uns weiter mit Sach-und Geldspenden für die Hunde unterstützen und unser Tierheim bewerben.

6/21/2017

Scooby nimmt 636 Hunde in der Region Kastillien-Léon in den ersten vier Monaten von 2017 auf

Die Zahl der Hunde, die zwischen Januar und April diesen Jahres bei Scooby aufgenommen wurden, hat sich im Vergleich zum gleichen Zeitraum im letzten Jahr verdoppelt. Wenn dieser Trend anhält, dann hätte Scooby am Ende dieses Jahres über 800 Neuzugänge,eine Zahl, die wir nicht verkraften können, da uns die Möglichkeiten für die Versorgung so vieler Hunde fehlen.
Zwischen Januar und April 2017 hat Scooby 636 Hunde und 104 Katzen bei sich aufgenommen, davon 233 in Medina del
Campo, 149 in Zamora, 102 in Palencia, 117 in Salamanca, 33 in Valladolid  und 2 in Cuellar.
Also fast doppelt so viele Tiere wie in der gleichen Zeit ein Jahr zuvor - da gehen bei uns die Alarmglocken an.

Zum Glück waren auch die Adoptionszahlen hoch. Von Januar bis April haben 488 Tiere eine neues Zuhause gefunden. Im Moment leben 150 Hunde mehr bei Scooby als im Januar. Sollten wir tatsächlich bei 800 Hunden am Ende des Jahres ankommen, werden wir das nicht schaffen können. Wir haben weder die räumlichen Möglichkeiten noch die Ausstattung, eine so große Anzahl von Tieren gut zu versorgen.

Wir müssen in das Bewusstsein der Menschen und Behörden bringen, dass die Vermehrung der Tiere kontrolliert werden muss. Die einzige Lösung ist die Kastration und Sterilisation der Haustiere, damit unerwünschte Würfe vermieden werden.
Es muss einfach stärker geschaut werden, wer überhaupt Tiere hält. Die Behörden sollten dabei mithelfen, Das Aussetzen von Tieren ist ein ganz großes Problem in Kastillien und Léon. Obwohl die Tierheime unermüdlich daran arbeiten, wird sich die Situation erst bessern, wenn es in den Köpfen der Bevölkerung ankommt, dass man kein Tier einfach aussetzen darf oder einfach drauf los  züchtet.

Macht  mit und helft!
Um einer solch großen Anzahl von Tieren bei Scooby Zuflucht gewähren zu können, brauchen wir eure Mithilfe: Neue freiwillige Helfer vor Ort und Spenden. Starten wir einen Aufruf an alle diejenigen, die einen Hund haben möchten, dass sie auf keinen Fall ein Tier beim Züchter kaufen, sondern eines aus dem Tierheim adoptieren.

6/02/2017

Offener Brief an alle Tierheime in der Provinz Kastillien-Léon

Geschätze Freunde und Freundinnen,

zusammen sind wir stark, zumindest sagt man so.

In letzter Zeit müssen wir mit ansehen, wie ein Züchter aus Valladolid versucht, Weltmeister im Aufgreifen von Straßenhunden aus verschiedenen Provinzen in Kastillien und Léon zu werden. Dabei seid ihr es, die die meiste Arbeit leisten, Hunde gut zu vermitteln. Dieser Typ hat noch nicht einmal eine Website, wo er die Tiere bewerben könnte, damit sie ein Zuhause finden.
Oft werden wir gebeten, diese Tiere da herauszuholen, aber ehrlich gesagt: Wir können es nicht, wenn jeder allein für sich "wurschtelt". Wir sind aber überzeugt, dass wir in Gemeinschaft etwas ausrichten könnten, dass wir zusammen stark sind. Deswegen schlagen wir vor, dass wir - die Tierheime - uns zu Verbänden zusammenschließen auf provinzialer und regionaler Ebene, um solche Leute aus der Welt zu schaffen, die nichts anderes im Sinn haben, als sich an den unschuldigen Tieren zu bereichern.
Auch, wenn es hier und da die eine oder andere Unstimmigkeit unter uns gibt, glauben wir, dass wir für sie - die Hunde - alle zusammen an einem Strang ziehen müssen. Wenn ihr einverstanden seid, sendet uns eine PN und wir werden sofort mit der Arbeit beginnen.

Viele Grüße an euch alle!
 
 

5/24/2017

Schur-Tag bei Scooby

Unsere 45 Schafe sind jetzt bereit für den Sommer und die damit verbundene Hitze: Nach einem langen Arbeitstag sind wir völlig erschöpft und die Tiere nervös, aber alles hat wunderbar geklappt. Jetzt - ohne ihre Wolle - haben sie es leichter, sind sauber und können so gut den heißen Sommer überstehen. Wie ihr wisst, kann hier das Thermometer gerne mal über 40 Grad klettern.

Alle Schafen wurden gerettet - entweder direkt aus der Schlachtindustrie oder sie wurden beschlagnahmt, nachdem es eine Anzeige wegen Tierquälerei gegeben hatte. Jetzt dürfen sie bei Scooby leben - weit weg von jeglicher Ausbeutung und bis ans Ende ihrer Tage.

Helft ihr uns, mit unserer Arbeit weiter zu machen? 

Registriert euch bei "Teaming" für nur einen Euro im Monat: http://bit.ly/2teaming
Oder spendet unter: http://bit.ly/2dona

Danke!
 





 

5/19/2017

ZEUS’ TRAURIGE GESCHICHTE

Zeus ist ein fünf Jahre alter Bullterrier, der trotz seines relativ zarten Alters schon eine traurige Geschichte hinter sich hat: Er ist das Opfer eines Brandes, den der Sohn seiner Besitzerin verursacht hat. Zwar wurde er gerettet, aber sein Frauchen starb.
Als Zeus zu uns kam, litt er unter einer Rauchgasvergiftung, er hustete viel und benötigte einige Tage, um sich zu erholen.  Seine psychischen Schäden allerdings sind nicht so schnell zu heilen. Er ist verwirrt, weint den ganzen Tag hinter der Tür und hat Angst vor dem Alleinsein. Es tut uns so weh, ihn leiden zu sehen und ihm nicht begreiflich machen zu können, dass wir zuverlässig für ihn sorgen werden und dass wir alles Menschenmögliche tun werden, um ein neues Zuhause für ihn zu finden. Eigentlich ist er nämlich ein freundlicher, liebevoller und ruhiger Hund!
Falls Sie Zeus adoptieren wollen, kontaktieren Sie uns unter: scoobyzamoradopta@hotmail.com